Klassische japanische Suppe aus Dashi, Huhn, Chikuwa, Rettich, Karotte, Shungiku und Yuzu
Suppe mit Dashi, Huhn, Chikuwa, Shungiku und Yuzu

Klassische japanische Suppe aus Dashi, Huhn, Chikuwa, Rettich, Karotte, Shungiku und Yuzu

Diese deliziöse Suppe folgt einem einfachen Rezept auf Basis einer Brühe, die mit einer Tsuyu genannten Würzsauce bereitet wird. Die Herstellung dieser Würzsauce als Konzentrat haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben. Alle Zutaten sind entweder bei asiatischen Lebensmittelläden oder auf japanische Küche spezialisierte Händler zu bekommen.



Der Wesenskern der japanischen Küche scheint in dieser Suppe auf

Bei kaum einem Gericht kommt die Essenz der japanischen Küche – Einfachheit, Unverfälschtheit, Frische – so zum Vorschein wie bei dieser Suppe. Vergessen Sie Rollsushi, Edamame oder Teryaki-Chicken – um nur die populäreren Gerichte zu nennen, die man sonst mit japanischer Küche assoziiert. Wenn es um die Essenz der japanischen Küche geht, ist diese Suppe der Maßstab.


Rezept für eine klassische japanische Suppe aus Dashi, Huhn, Chikuwa, Rettich, Karotte, Shungiku und Yuzu

Für 2 – 4 Personen, als Beilage oder leichte Hauptmahlzeit

Hinweise

Tsuyu

In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie man sich ein Tsuyu-Konzentrat einfach selber herstelt. Es hält sich wochenlang im Kühlschrank und ist vielseitig einsetzbar. Falls die Eigenherstellung zu aufwendig ist, fragen Sie beim japanischen Lebensmittelhändler nach einem Tsuyu-Fertigpräparat.

Chikuwa und Kamaboko, sog. Neromono

Neben dem Dashi ist auch die Qualität des Chikuwa oder Kamaboko, die für diese Supper verwendet werden, wichtig.

Chikuwa in Dashi
Chikuwa in Dashi

Neben dem Huhn sind es insbesondere das Chikuwa oder Kamaboko, das den Dashi der Suppe komplettiert. Chikuwa oder Kamaboko gehören – wie das bekanntere Fisch-Imitat Surimi – zu den sog. Nerimono: in Form gepresster, gekochter oder gedämpfter weißer Meeresfisch. Die Qualität ist stark unterschiedlich. Auf der untersten Stufe der Skala steht das oft in billigen Sushi-Buden verwendete Industrie-Surimi, in das von Glutamat über Konsistenzgeber bis Konservierungsmittel, Verarbeitungsresten und Farbstoffen alles hineingepanscht wird, was die Chemieindustrie zu bieten hat. Ganz oben steht sauberer, frischer und unverfälschter Pressfisch aus einem traditionellen Familienbetrieb in einer japanischen Hafenstadt. Diese Qualität ist auch in Japan nicht überall erhältlich. Erkundigen Sie sich bei einem japanischen Lebensmittelhändler, er wird Ihnen sicher ein vernünftiges Produkt anbieten können. Nerimono sind meist tiefgefroren. Surimi ist für diese Suppe nicht geeignet.

Shungiku und Yuzu-Haut

Neben Shungiku ist vor allem etwas frische Yuzu-Haut unabdingbar. Für die benötigte Menge orientieren Sie sich einfach an den Bildern dieses Beitrags.


Zutaten

  • Tsuyu-Konzentrat oder Fertig-Tsuyu
  • 300 g Hühnerkeule, praktisch ist ein Keulensteak; auf artgerechte “biologische” Herkunft achten
  • 300 g Chikuwa oder Kamaboko
  • Frischer Rettich, es werden ca. 200 g benötigt
  • 1–2 frische Karotten, abhängig von der Größe, gleiche Menge wie Rettich
  • Shungiku, gleiche Menge wir Rettich. Siehe eigener Beitrag hier
  • Frische Yuzu-Haut

Zubereitung

  1. Karotten und Rettich waschen, schälen und in feine Streifen schneiden, Länge ca. 3 cm.
  2. Hühnerkeule entbeinen, Fleisch waschen und in Stücke von 1,5 cm – 2 cm Größe schneiden.
  3. Chikuwa oder Kamaboko in kleine Stücke schneiden. Größe etwa wie die Stücke des Huhns.
  4. Shungiku waschen und anspechende Blätter zurechtzupfen (siehe Foto).
  5. Von Yuzu mit einem scharfen Messer abheben und in feine Streifen schneiden.
  6. Tsuyukonzentrat mit ausreichend Wasser in den Topf geben und erhitzen. Falls die Brühe zu schwach ist, später mit Konzentrat abschmecken. Alternativ mit Fertig-Tsuyu arbeiten und nach Herstellerangaben vorgehen.
  7. Alles bis auf Yuzu und Shungiku in die Brühe geben und für 10 Minuten leise garen.
  8. Shungiku kurz vor dem Servieren dazugeben.
  9. Suppe in Schalen füllen – ideal sind japanische Lackschalen – und Yuzustreifen daraufgeben.

 


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