Yume Nishiki: Diesen Reis empfehle ich für die japanische Küche
Reis von Yume Nishiki: Ideal für die japanische Küche

Yume Nishiki: Diesen Reis empfehle ich für die japanische Küche

Manche Zutaten für die Japanische Küche sind hierzulande schwer oder gar nicht zu bekommen. Andere wiederum sind mit einem saftigen Aufpreis versehen. Da ist es gut, dass ausgerechnet das wichtigste Grundnahrungsmittel meiner Heimat – Reis – in guter Qualität aus zu einem passablen Preis erhältlich ist: Yume Nishiki.


Ebenfalls interessant

Der Reis stammt aus italienischer Produktion und eignet sich für ausnahmslos Alles: Für die diversen Varianten von Sushi, das inzwischen sehr populäre Onigiri oder das weniger bekannte Maze-Gohan (Reis, in den z.B. getrocknete Hijiki-Algen gemischt werden), um nur drei willkürlich herausgegriffene Beispiele zu nennen – und natürlich für die obligatorische Schale Reis, die zu vielen Mahlzeiten gereicht wird und ohne die kein japanisches Abendessen vollständig ist.

Makrelen-Sushi mit Kombu
Makrelen-Sushi mit Kombu unter Verwendung von Yume Nishiki Reis
Chirashi-Sushi zubereitet mit Yume Nishiki
Chirashi-Sushi, zubereitet mit Yume Nishiki

Was genau sind die Qualtäten von Yume Nishiki?

Kurz: Die Konsistenz ist ideal klebrig und richtig gekocht entwickelt der Reis ein tiefes Reisaroma, der auch den besseren Produkten meiner Heimat nicht nachsteht. Der Unterschied zwischen Reis hoher und mittlerer Qualität tritt auch für Ungeübte klar zu Tage, Voraussetzung ist nur, dass man eine direkte Vergleichsmöglichkeit hat (so wie wir es z.B. bei diesem Matcha-Test beschrieben haben).

Okomesan

Ein ebenfalls in Deutschland erhältlicher japanischer Reis guter Qualität ist die Marke Okomesan. Dieser kann mit Yume Nishiki nicht ganz mithalten, ist aber eine gute Alternative, wenn man Yume Nishiki verfügbar ist.

Okomesan in einem Regal in einem asiatischen Lebensmittelladen
Okomesan in einem Regal in einem asiatischen Lebensmittelladen

Zwei weitere Faktoren: Alter und richtige Zubereitung

Es ist auf manchen Websites manchmal zu lesen, das Reis fast unbegrenzt haltbar ist. Das ist aboluter Unsinn. In Japan wird Reis ungern gehamstert (abgesehen von einer strategischen Reserve des Katastorphenschutzes), denn er verliert schnell an Aroma. Je frischer Reis ist, desto besser schmeckt er. Ich war selber aufs höchste überrascht als ich einmal einmal frisch geernteten Reis kosten konnte, den mir ein Arbeitskollege vom Feld seines Vaters mitbrachte: Eine Offenbarung! Wenn also nicht gerade eine Pandemie bzw. die damit verbundenen Zwangsmaßnahmen unserer Regierungen zu einer Kaufpanik führen, sollten Sie Reis nicht bunkern: Er verliert an Aroma und bekommt mit zunehmender Lagerung einen alt-ranzigen Stich.

Am Wichtigsten jedoch ist es, den Reis richtig zu kochen. Dies kann man mit einem japanischen Reiskocher erreichen oder in einem manuellen Verfahren, dass ich ich in einem der nächsten Beiträge beschreiben werde.


Warum einen japanischen Reiskocher?

Reis ist ein sehr vielfältiges Produkt. Japanischer Rundkornreis ist ganz spezifisch und Japaner haben klare Vorstellungen über Konsistenz, Aroma und den Perlmuttschimmer gekochten Reises: Japanische Reiskocher sind exakt darauf konstruiert und der Know-how-Vorteil ist ebenso uneinholbar wie der  japanischer Mikrowellenöfen, gegen die das Altmetall von Bosch und Siemens daherkommt, wie ein Trabant gegen einen Porsche Cayenne (Bei Geschirrspül- und Waschmaschinen ist es genau anders herum). Ich möchte niemand missonieren oder von der „Überlegenheit” japanischer Technik überzeugen (was Unsinn wäre)  – aber es muß einen Grund geben, dass Heerscharen chinesischer Touristen zielstrebig die Elektroabteilungen japanischer Kaufhäuser in Osaka aufsuchen und im großen Stil Reiskocher in ihr Heimatland abtransportieren.

Mein altes Arbeitspferd von Zojirushi (NS-LLH05)
Mein altes Arbeitspferd von Zojirushi (NS-LLH05)

Die Preisspanne bei Reiskochern in Japan ist immens. Die besten Geräte kosten weit über 1000 €. Abnehmer sind Reisjunkies, die das ultimative Reis-Aroma suchen.


Und Risotto!

Fast hätte ich es vergessen: Yume Nishiki ist ideal geeignet für Risotto. Sie benötigen definitiv keinen speziellen Risotto-Reis mehr. Als Beweis sollen diese beiden Bilder dienen:

Risotto mit grünem Spargel
Risotto mit grünem Spargel
Risotto mit Steinpilzen und Petersilie
Risotto mit Steinpilzen und Petersilie

Empfehlenswerte Produkte*

Das Angebot an Reiskochern ist inzwischen unüberschaubar. Ich empfehle einen japanischen Reiskocher vor allem für die, die mehr als nur gelegentlich kochen oder wenig Zeit haben, in der Küche zu verbringen. Yume Nishiki ist auch im Internet erhältlich, der Preisvergleich sollte sich aber lohnen: Wie hier beschrieben, sind japanische Lebensmittel im Internet meist teurer als im Laden.

Zojirushi
Ein japanisches Gerät, das einem lange Freude bereiten wird. Ich habe das Vorgängermodell, das ich zu 100% empfehlen kann


Panasonic
Sehr kompakt und auf japanischen Rundkornreis optimiert


Digitaler Reishunger
Ein populäres Modell, das auf Mybanto oft aufgerufen wird. Ich selbst habe keine Erfahrung mit diesem Gerät. Sehr preisgünstig und platzsparend

Yume Nishiki
Eine herzhafte Empfehlung: Japanischer Reis bester Qualität und aus europäischer Produktion


Von Kumi Yoshii auf Amazon*

Die besten Rezepte für Freunde und Kenner der japanisch inspirierten Patisserie. Die Bücher eignen sich auch als Geschenk für Menschen mit Affinität zu Japan oder qualitätsorientierter Küche.