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Myoga mit abgetrenntem Rhizom

Myoga vermehren

Myoga ist ein auch hierzulandes winterhartes Ingwergewächs, dessen Eigenanbau unbedingt lohnt. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie man Myoga durch einen Rhizomableger selber vermehrt. Die Pflanze wird zwar inzwischen im Gartenversandhandel angeboten, warum aber kaufen, was man selber machen kann? Voraussetzung ist freilich, dass Du entweder einen Myoga bereits dein Eigen nennst oder einen Freund hast, der Dir ein Rhizom der Pflanze abgibt. Aber auch, wenn Du noch keinen Myoga hast und erst Einen via Internet kaufen mußt (im traditionellen Gartenhandel wird er kaum zu finden sein), kannst Du deine Pflanze ja dann vermehren um sie an Freunde und Familie weiter zu verteilen – so wie ich meine Pflanze von Freunden Form eines in Zeitungspapier eingewickleten Rhizomablegers bekommen habe.

Was Myoga ist, wie man ihn pflegt und was man damit in der Küche anstellen kann, habe ich hier bechrieben. Ich ziehe die Pflanze auf meinem Norwest-Balkon in einem großen Terrakottakübel. In japanischen Feinkostläden wird Myoga – man ißt botanisch gesprochen die Blütenknospe – zu einem mit der Exotik des Gemüses korrespondierenden Preis angeboten. Da ich Myoga gerne verwende und die Pflege absolut problemlos ist, lohnt sich der Anbau wie bei kaum einem anderen Gemüse.


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Vermehrung von Myoga

Die Vermehrung ist im Prinzip zu jedem Zeitpunkt möglich, wobei Frühjahr und Herbst nach der Ernste am günstigsten sind.

  1. Wurzelrhizom freilegen: Dazu die Erde soweit abtragen, bis das Geflecht sichtbar ist.
    Myoga: Die Erde ist soweit abgetragen, dass das Rhizomgeflecht sichtbar ist,
    Myoga: Die Erde ist soweit abgetragen, dass das Rhizomgeflecht sichtbar ist,
  2. Rhizomknollen in gewünschter Zahl ausbrechen
  3. Neuen Pflanztopf, der die Rhizomknollen aufnehmen soll gut zur Hälfte mit humöser, frischer Erde füllen. Er sollte über eine Drainageschicht verfügen, damit die Erde nicht versumpfen kann.
  4. Abgebrochene Knollen in den Pfanztopf geben, mit Erde bedecken und stets ausreichend feucht halten.
    Abgetrennte Rhizomteile in einen neuen Topf geben
    Abgetrennte Rhizomteile in einen neuen Topf geben
  5. Irgendwann wird die Pflanze austreiben. Dieses Grün erfreut uns, wird aber nicht verwendet.
    Myoga spriesst Anfang März
    Myoga spriesst Anfang März

Bezugsquelle

Gartenrot bietet die Pflanze im Topf an. Ich habe mit dem Händler bei bisher einer Bestellung eine gute Erfahrung gemacht.


Gerät zur Anzucht*

Anzuchttöpfe gibt es inzwischen torffrei. Bei den Anbietern greife ich auf bekanntere Namen zurück, in der Hoffnung, dass nur „gesundes Material” verarbeitet ist. Ein Minitreibhaus ist sehr nützlich, um in der empfindlichen Phase bei und kurz nach der Keimung eine geschützte Umgebung zu garantieren. Ich bevorzuge größere Treibhäuser, weil die Pflanzen erfahrungsgemäß schnell wachsen und sonst schnell an die Decke stoßen.

Anzuchttöpfe
Ich bevorzuge eckige Töpfe

Gewächshäuschen
Klassiker, der lange hält. Ausreichend für kleinere Anzuchten

Große Pflanzschale
Wer mehr produziert, benötigt eine große Pflanzschale

Großes Anzuchthaus
Ich bevorzuge größere Anuchtshäuser. Die Pflanzen haben mehr Platz nach oben


Gießen, Garten, Balkon*

Es gibt Gießstäbe von vielen Herstellern*. Meine engere Auswahl aus den Produkten des Monopolisten aus Amazonien habe ich hier aufgeführt. Auf mehr als drei Produkte komme ich nicht. Den Takagi-Stab habe ich selber im Gebrauch, wenngleich erst seit einer Saison. Das Lüdecke-Gießgerät erscheint sehr robust und zuverlässig, vielleicht nicht die erste Wahl für die zierliche Balkongärtnerin. Den Billigheimer von „Bradas*” hätte ich wohl gekauft, wenn ich kein Qualitätsgerät gefunden hätte, das mich überzeugt hätte.

 Von den bekannteren Marken haben Stabilo*, Dehner* und Kärcher* Gießstäbe im Sortiment. Ich habe aber beim Lesen  der Produktrezesionen keinen Anhaltspunkt dafür gefunden, dass diese wirklich empfehlenswert sind. Mit Herstellern habe ich prinzipiell keine Beziehung (die wenigen Ausnahmen sind kenntlich gemacht).


Empfehlenswertes Gerät für den Hobbygärtner*

Ein Anzuchtskasten kann eine sinnvolle Investition sein. Für Mizuna, Shungiku & Co. immt man am Besten lange Pflanzkästen, damit entsprechend viel Masse produziert wird. Mit dem vierstöckigen Foliengewächshaus habe ich auf dem Balkon gute Erfahrungen gemacht: Es eignet sich gut für die Anzucht und die empfindliche Phase nach der Keimung. Ich verwende es vor allem für die kritische Zeit von Anfang-Mitte März bis Mitte-Ende Juni. Die restliche Zeit harrt es zerlegt im Keller der kommenden Saison. Wer mehr Platz hat, kauft sich besser ein größeres Modell.

Pflanzkasten
Ausreichend lang und mit Drainage

Anzucht
Die Anzucht ist meist die kritischste Phase des Pflanzenlebens

Foliengewächshaus
Ab März schützt es unser Gewächs. Gegen harten Spätfrost hilft es nicht, klar.

Euflor Plantahum 65 Liter
Ich verwende ausschließlich diese Pflanzerde, seit vielen Jahren.


Von Kumi Yoshii auf Amazon**

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