Weihnachtsplätzchen: Schnitten mit frischer Yuzu

Weihnachtsplätzchen: Schnitten mit frischer Yuzu
Weihnachts-Schnitten mit frischer Yuzu

Zitronen und Orangenschnitten gehören zu den Plätzchenklassikern. Für Freunde der japanischen Küche liegt es nahe, das Schnitten-Rezept auf Yuzu umzustellen. In meinem Buch  Weihnachtsplätzchen: Zum Essen schön* habe ich genau das getan. Ich bereite die Yuzu-Schnitte dort aber mit Yuzu-Konfitüre und Yuzu-Saft zu. Die damit bereiteten Schnitte schmecken fruchtig und sind eine schöne Bereicherung unseres Spektrums der Plätzchen mit Zitrusaroma.

Der Verzicht auf die frische Frucht hat allerdings rein praktische Gründe: Diese sind hierzulande immer noch zu umständlich zu besorgen und auch nicht ganz billig. Hier stelle ich nun ein getestetes Yuzu-Schnitten-Rezept mit frischer Yuzu vor. Ich finde das Aroma unvergleichlich.

Hinweis: Falls Sie sich für Yuzu grundsätzlich interessieren, könnten diese beiden Grundlagenartikel  hier und hier (Teil 2)  für Sie interessant sein.


Das richtige Rezept

Wichtig bei Schnitten aller Art ist die richtige Balance zwischen Teig und Füllung, sowie das Verhältnis von Zucker und Mandeln bei der Füllung selbst. Ein gutes Rezept stellt diese Balance sicher. Nach meiner Erfahrung sind diese Fehler bei Schnitten besonders häufig:

– zu trockene Füllung,
– zu wenig oder zu viel Guss,
– zu grob gemahlene Mandeln in der Füllung,
– zu viele Gewürze gleichzeitig

Neben einer falschen Zutatenliste  ist die „handwerkliche“ Bearbeitung der Schnitten eine weitere Fehlerquelle:

– unschön geschnittene Plätzchen,
– unregelmäßig ausgerollte Teigdecken
– eine schlecht mit der Füllung verklebte Teigedecke.

Weil Yuzu sehr wertvoll ist, sollten wir nicht riskieren, sie mit einem schlechten Rezept zu ruinieren. Ich kann Ihnen das folgende Rezept guten Gewissens ans Herz legen. Sie werden mit köstlichen Schnitten belohnt – müssen sich aber genau an die Anweisungen halten. Sie benötigen neben einer frischen Yuzu zusätzlich 60 ml frischen Yuzu-Saft. Yuzu selbst liefert ja weniger als 10 ml Saft, also weniger als ein Esslöffel. Von der Verwendung von Zitronen- oder Orangensaft in Kombination mit Yuzu rate ich ab: Das Yuzu-Aroma würden Sie so nicht mehr wahrnehmen. Da ist es besser, wir backen gleich reinrassige Orangen- oder Zitronenschnitten.


Rezept für Weihnachts-Schnitten mit frischer Yuzu

I. Zutaten

Teig

– 125 g Mehl (405)
– 35 g Zucker
– 1/2 TL Backpulver
– 1/2 Ei (siehe Hinweis unten, wie man ein Ei teilt)
– 60 g kalte, in Stücke gehackte Butter

Füllung

– geriebene Schale und Saft einer frischen Yuzu
– 75 g Zucker
– 75 g geriebene Mandeln
– 50 ml Yuzu-Saft aus der Flasche (3 EL + 1 TL)

Zum Einpinseln

– 15 ml Yuzu-Saft aus der Flasche (2 TL)

Guss

– 50 g Puderzucker
– 10 ml Yuzu-Saft aus der Flasche (2 TL)


II. Zubereitung

Hinweis: Machen Sie sich ggf. mit der Arbeitstechnik für die Herstellung von gehacktem Mürbteig und dem Ausrollen von Teig mit Folie vertraut.

  1. Ei verquirlen und halbe Menge davon abwiegen.
  2. Mehl und Backpulver zusammen sieben, Ei, Zucker und Butter dazugeben und einen gehackten Mürbteig herstellen.
  3. Mürbteig in zwei Hälften teilen. Bodenplatte zwischen Backpapier und Folie, Deckplatte zwischen zwei Folien auf 20 x 20 cm dünn ausrollen.
  4. Platten für wenige Minuten kühlen, sie werden dadurch steif.
  5. Zutaten für Füllung mischen. Es muß eine leicht streichbare Masse ergeben.
  6. Ofen auf 170 °C Umluft (oder 200 °C bei Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  7. Bodenplatte mit Backpapier auf ein Backblech legen, Folie abziehen.
  8. Füllung auf Bodenplatte ausstreichen, ca. 0,5 cm Rand lassen.
  9. Bodenplatte Folie entfernen und auf Füllung legen, obere Folie entfernen.
  10. Decke mit Gabel einstechen, damit der Dampf die Teigdecke nicht abhebt.
  11. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  12. Kuchen nach Entnahmen aus dem Ofen mit einem Küchenbrett aus Holz beschweren und damit abkühlen lassen. Die Teigdecke wird damit auf der Füllung fixiert.
  13. Teigdecke mit dem Yuzu-Saft einpinseln. Der Guss klässt sich so anschließend besser verteilen.
  14. Zutaten für den Guss klumpenfrei verrühren und auf dem Kuchen verteilen. festwerden lassen.
  15. Kuchen mit einem Messer in Quadrate mit 5 cm Kantenlänge schneiden. Quadrate einmal diagonal durchschneiden.
  16. Wie alles Mürbteiggebäck kühl und nicht für nicht länger als 10 – max. 14 Tage in einer Blechdose lagern.

Gefällt Ihnen dieses Rezept? Dann könnte dieses Buch mit 30 bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Sie interessant sein:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen