Yamatoimo, eine eigentümliche Knolle (oder: Japanisch für Fortgeschrittene)
Yamatoimo (やまといも)

Yamatoimo, eine eigentümliche Knolle (oder: Japanisch für Fortgeschrittene)

Das Traurige zuerst: Yamatoimo ist hierzulande leider nicht erhältlich. Man legt sich eine Yamatoimo (wörtlich „Yamato-Kartoffel”) also bei der Rückreise ins Gepäck oder lässt sich ein Exemplar dieser zur Yams-Familie gehörenden Knolle von einem Kollegen oder Bekannten mitbringen. Wer sie hat, kann damit Okonomiyaki oder Tempura machen – oder – wer Wagashi zu seiner Leidenschaft erkoren hat – japanisch authentische Süßigkeiten damit zubereiten: Ich selber liebe Süßigkeiten mit Yamatoimo: Meist sind es schneeweiße Bällchen, die mit Bohnenpaste gefüllt sind.

Yamatoimo ≠ Nagaimo

Alle Fotos in diesem Beitrag zeigen eine Yamatoimo. Wer im Internet recherchiert, dem wird vielleicht auffallen, dass die hier gezeigte Yamatoimo wie eine sog. Nagaimo aussieht. Wie man aber an der Verpackungsaufschrift erkennt, handelt es sich ttsächlich um eine Yamatoimo (やまといも). Auch bei der Verarbeitung der abgebildeten Knolle bestätigte sich, dass es sich um eine Yamatoimo handelte, denn sie war – anders Nagaimo – kein bisschen wässrig.

Was macht man nun damit?

Ich verwende Yamatoimo wie bereits gesagt ausschliesslich für den Teig von Okonomiyaki. Man kann die Knolle auch für Tempura verwenden – sie eignet sich bestens dafür und schmeckt auch vorzüglich – als Zutat für Okonomiyaki ist sie für mich aber wertvoller: Schließlich kann man Tempura mit allem Möglichen machen, Gemüse, Fisch, Shrimps, während die Knolle für Okonomiyki unersetzbar ist.

Verarbeitung – am Besten mit Handschuhen

Wie üblich in Japan, gelangt das Gemüse bereits perfekt gereinigt und in einer Frischhalteverpackung zum Verkauf. Sie muß also nicht mehr groß geputzt werden: Kurz abspülen und etwas abtupfen, das reicht. Für die weitere Verabeitung benütze ich Handschuhe, denn Yamatoimo läßt bei Manchen die Haut unangenehmen jucken. Zuerst wird die Knolle geschält, dann möglichst fein gerieben. Dazu kann man einen Suribachi, also geriffelten Kermaikmörser verwenden oder eine Ingwerreibe. Für die Verwendung für Süßwaren wird die geriebene Masse erneut mit Zucker gemörsert bis se absolut homogen ist, für Oonomiyaki reicht einmal reiben aber völlig aus). Die geriebene Masse wird dann einfach  mit den anderen Zutaten wie Mehl, Eier und Brühe zu einem Teig gemischt.

Lagerung

Die Knolle hält monatelang im Kühlschrank, ich friere sie aber meist ein: Da reibe ich die Knolle wie oben beschrieben und fülle sie, portiniert für Okonomiyaki, in Tüten mit Zipverschuß. Flach gedrückt nehmen sie wenig Platz im Gefrierfach weg.

Geriebene Yamatoimo einfrieren
Geriebene Yamatoimo portionieren und einfrieren

 

Sinnvolle Hilfsmittel*

Du benötigst für Okonomiyaki und für die japanische Küche bestimmte Hilfsmittel, die auch anderweitig einsetzbar sind.

 

Große Reibe für Ingwer und Rettich

Kleine Reibe für Ingwer und Rettich

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