Ja, man kann Frischhefe einfrieren. Ja, es ist völlig problemlos. Und ja, die aufgetaute Hefe hat Kraft.
Man kann Frischhefe völlig problemlos einfrieren. Beim Auftauen wird sie flüssig

Ja, man kann Frischhefe einfrieren. Ja, es ist völlig problemlos. Und ja, die aufgetaute Hefe hat Kraft.

Nach diesem dreifachen „Ja” ist eigentlich alles gesagt. Man kann Frischhefe einfrieren, auftauen und verwenden wie üblich. Ignorieren Sie getrost die „Experten”, die im Internet und in Foren behaupten, das gehe nicht: Ich bin selbst dem Plumpaquatsch eines japanischen Bloggers aufgesessen, nachdem jene Konifere des Backens überzeugend dargelegt hatte, dass Hefe beim Frosten zwangsläufig stirbt.

Ans Einfrieren von Frischhefe habe ich mich erst gemacht, als mir eine Supermarktangstellte zur Tiefkühlkonservierung riet, um mich so gegen die im Zuge der Corona-Hysterie entstandene Hefeknappheit zu wappnen.


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Einfrieren = easy-peasy

Wie alles, was in die Tiefkühlung kommt, packt man auch die Hefe dicht ein, damit sie keinen Gefriebrand erleidet. Frisch gekaufte Hefe friert man einfach in der Verkaufsverpackung ein.


Tiefgekühlte und wieder aufgetaute Hefe hat die gleiche Triebkraft wie frische Hefe

Um sicher zu gehen, dass die aufgtetaute Hefe noch lebt, habe ich sie zunächst zu einem kleinvolumigen Vorteig gemischt und geprüft, dass sie deutliche Lebenszeichen von sich gibt. Dies dauerte nicht länger als bei frischer Hefe. Dem Backwerk selbst – Croissants, Pain au Rasins, und Pain au Chocolat – war nicht anzusehen, dass der Blätterteig mit gefrorener Hefe getrieben wurde, er war genauso luftig wie sonst.

Rosinenschnecken mit Hefe-Blätterteig (pate feuilletée levée)
Rosinenschnecken mit Hefe-Blätterteig (pate feuilletée levée)
Rosinenschnecken und Croissants gebacken
Rosinenschnecken und Croissants gebacken

Mit gefrorener Hefe arbeiten

Der Umweg über den Vorteig zur Prüfung ist für die Vorsichtigen vor dem Herrn. Wer will, kann die Hefe nach dem Verflüssigen sofort in die Mehlmischung geben. Ich gehe lieber auf Nummer sicher.

 

  1. Gewünschte Menge Hefe vom gefrorenen Würfel abschneiden.
    Erforderliche Menge vom gefrorenen Hefewürfel abschneiden
    Erforderliche Menge vom gefrorenen Hefewürfel abschneiden
  2. Hefe in ein Glas geben.
    Hefe in ein Glas geben
    Hefe in ein Glas geben
  3. Etwas warmes (30-35 °C) Wasser dazugeben.
    Etwas warmes Wasser dazugeben
    Etwas warmes Wasser dazugeben
    Etwas warmes Waser dazu geben (Temperaturkontrolle)
    Etwas warmes Waser dazu geben (Temperaturkontrolle)
  4. Mit Mehl verrühren, es sollte eine pastöse Konsistenz haben.
    Mehl einrühren
    Mehl einrühren
    Mehl einrühren (von oben gesehen)
    Mehl einrühren (von oben gesehen)
  5. Gehen lassen. Nach kurzer Zeit gärt der Teig.
    Blasen bilden sich, die Hefe lebt
    Blasen bilden sich, die Hefe lebt
    Blasen bilden sich, die Hefe lebt (von oben)
    Blasen bilden sich, die Hefe lebt (von oben)

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